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ERLEBNIS NR.: 2

Chilly & Pepper
Fortsetzung
02/020905


Gelandet auf dem Aeropuerto Ibiza, wir raus aus der Maschine und ganz schnell zur Gepäckausgabe, um meiner Frau danach die Überraschung im Ausgangsbereich zu präsentieren. Sie wusste ja noch nichts von „Chilly“. ---- Ohhhh ha, ----- oh weia!
Im Vorfeld hatte ich ja auch nur alle notwendigen Utensilien, wie Schlafstelle, Trink- und Fressgefäß usw. für einen Welpen gekauft! Alle von mir eingeweihte Beteiligten hatten natürlich dicht gehalten, wie es sich für eine verschworene Gemeinschaft gehört.

Aber nix war es mit der schnellen Überraschung und möglichen verbalen Prügel und langen Ohren.

Unser Koffer kam natürlich als letztes Gepäckstück, nach einer halben Stunde Wartezeit, auf dem Förderband an. Wie hätte es auch anders sein können!
Auch während dieser Verzögerung haben sich „Chilly“ und „Pepper“ vorbildlich in ihrer gemeinsamen Tasche verhalten. Offensichtlich kann sie nichts stören; sie haben ein tolles Wesen.

Meine Frau, die uns ja abholen wollte und ganz gespannt das Gate überwacht und alle Passagiere auf der Suche nach uns kritisch unter die Lupe genommen hatte, entdeckte uns und die beiden Süßen nun endlich. Völlig überrascht und gar nicht so begeistert rief sie: „Das sind ja zwei!“ und fügte noch hinzu: „Das ist ja seelische Grausamkeit!“ Diese kritische Beurteilung hielt aber nur auf dem Weg zum Parkplatz für eins, zwei Minuten an. Dann hatte sie die beiden Welpen in ihr großes Herz geschlossen. Wie hätte es auch anders sein können?
Auf dem Parkplatz ließen wir die Cachorros frei in der Grünanlage laufen und siehe da, sie erledigten ihre Geschäfte. Sie pinkelten und kackten, offensichtlich sehr erleichtert und um die Wette auf die immergrünen Bodendecker.

Wir fuhren dann sofort nach Haus, ca. 20 Minuten. Meine Frau hatte „Chilly“ und meine Tochter Viona „Pepper“ auf dem Schoß. Auf der Heimfahrt überlegten wir natürlich, wie unsere beiden erwachsenen Shar Pei, nämlich „Chow Lee“ und „Chico“ sich bei der Konfrontation mit den beiden Welpen verhalten würden.
Das haben wir ja dann auch erlebt.
„Chow Lee“, die ja nach dem Tod von unserem „Lee Wong“ die Rangstelle von ihm eingenommen hatte, knurrte die beiden sofort an und verbellte sie. Wie auf Kommando legten sich „Chilly“ und „Pepper“ in Demutshaltung auf den Boden und schon war „Chow Lee“ offensichtlich zufrieden und stellte das Geknurre und Gebelle ein.
Das war eine ganz normale Reaktion unserer Hündin auf die Konfrontation mit den beiden „neuen“ Welpen.
Ganz anders verhielt sich unser „Chico“! Er lief sofort weg und zwar auf seinen Lieblingsplatz, auf unser Flachdach. „Chico“ hatte offensichtlich Angst, dass nun die beiden Welpen seinen Platz einnehmen würden. Er war auch eifersüchtig. Er ließ sich bis zum späten Abend nicht mehr blicken. Erst dann, nach dem ich ihn mehrfach gerufen hatte, kam er zur Eingangstür und ging nur sehr wiederwillig ins Haus. Er vermied es in die Nähe der beiden Cachorros zu kommen und suchte meine Nähe. Ich versuchte, sein Verhalten zu ignorieren, um ihn nicht noch in seiner Angst zu bestätigen. Leider hat sich die Verhaltensweise von „Chico“ bis heute, also bereits vier Tage nach der Ankunft der Kleinen, nicht geändert.

„Chilly“ und „Pepper“ haben nach ihrer Ankunft zuerst einmal die gesamte Umgebung im Haus neugierig untersucht. Danach wurde von jedem der beiden ca. 100 gr. "Pedigree – Welpenfutter" gefressen und kräftig gesoffen. Sofort nach der Malzeit haben wir die beiden nach draußen gebracht, ins Blumenbeet gesetzt und schon haben sie sich entleert. Sie pinkelten und kackten fast auf Kommando. Danach ging erst so richtig die Post ab. Beide fetzten uns nur so um die Beine, spielten Nachlauf, und wenn der eine die andere eingeholt hatte, wurde richtig gerauft und das ziemlich hart.

Für die erste Nacht hatten wir eine Plastikwanne mit einem Polster und darüber mit einem Schaffell versehen, vorbereitet. Diese Schlafstelle befand sich in unserem Schlafzimmer, neben meinem Bett. Wir erwarteten ja eine etwas unruhige Nacht.
Um Mitternacht nahmen wir die beiden „Peritos“ und verfrachteten sie auf ihr Bett. Sofort schmiegten sie sich aneinander. Ich legte mich auch in meine Koje und löschte sofort das Licht. Die beiden kleinen Geschöpfe schliefen auch sofort ein. Unruhig wurde es überhaupt nicht, sieht man einmal vom Schnarchen – wunderschöne Laute - der kleinen „Chilly“ ab. Am Morgen, um 7:00 Uhr wurden die Welpen munter. Ich packte sie und brachte sie sofort in das Freie und zwar ins Blumenbeet mit den Bodendecker. „Chilli“ und „Pepper“ pinkelten sofort und nach einigem „Herumgelaufe“ kackten sie ihren Morgenhaufen.
Die erste Nacht in absolut fremder Umgebung haben die Kleinen ohne Probleme verbracht.

Gerne berichte ich Euch über den weiteren Verlauf der Eingewöhnung und der Erziehung der beiden Racker „Chilly“ und „Pepper“.

Die beiden beigefügten Bilder zeigen „Chilly“, die wie eine Prinzessin auf dem Polster thront und „Pepper“ sowie „Chilly“ vor dem Fressnapf, nach dem Motto: „Wer fängt denn nun zuerst an“.



Fortsetzung folgt........

Euer Hanspeter