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ERLEBNIS NR.: 10

Chilly & Pepper
Fortsetzung
10/121005


Hier in Spanien ist heute, am 12. Oktober 2005, Feiertag und auf Ibiza regnet es so einen schönen Landregen. Für jeden Tropfen Regen, in der jetzigen Form, sind wir sehr dankbar.
All diese Umstände sind ideal dafür, dass ich am PC sitze und in Ruhe diesen Bericht schreiben kann.

Bevor ich aber auf die Streiche und Erlebnisse mit unseren beiden Lieblingen und den Rest der „Shar Pei- / Menschenfamilie“ eingehe, gestatte ich mir, zur Ausbildung von Welpen meine ureigene Meinung zu sagen.

Im Forum „Shar Pei.de“ lese ich zu meinem Erstaunen, dass einige Geschwister von „Chilly & Pepper“ in den Hundeschulen, in denen sie die Welpenstunden besuchen, bereits jetzt schon, in einem Alter von gerade mal dreiundeinhalb, bzw. drei Monaten in der Gehorsamdisziplin „Unterwerfung“ mit „Sitz, Fuß und Platz“ unterrichtet werden.
Ich halte das für nicht angebracht und glaube, dass dadurch bereits jetzt Druck auf die Welpen ausgeübt wird. Druck den die Kleinen noch nicht entwicklungsgerecht verarbeiten können! Das ist absoluter „Stress“ für die Welpen, vielleicht Auslöser des „Shar-Pei-Fiebers“!
Die Hundeausbilder in diesen Hundeschulen scheinen mir schlechte Hundepädagogen zu sein.
In den Welpenstunden sollte das „Spielen“ und das „Miteinander umgehen“ angesagt sein!
Unseren Welpen sollten wir aus meiner Sicht die Möglichkeit geben, sich in den ersten Monate ihres Lebens, bis ca. zum 6. Monat, zu sozialisieren. Hiermit meine ich, dass die kleinen Knautschgesichter sich durch das „Spielen, Rennen, Raufen, im Garten Buddeln, gemeinsames Saufen und Fressen sowie Liebkosen“ in die Gemeinschaft einleben können. Beobachtet man in der freien Wildbahn Tierbabys (z. B. Wölfe, Wildhunde, Kojoten, Füchse usw.), dann wird man feststellen, dass gerade die spielerischen Beschäftigungen in den ersten Monaten im Leben von Welpen von größter Bedeutung für ihr späteres sozialisiertes Verhalten sind!
Wohl bemerkt, das ist meine ureigene Meinung!
Meine Frau und ich werden „Chilly & Pepper“ erst ab ihren 6. Lebensmonat in der Gehorsamdisziplin „Unterwerfung“ mit „Sitz, Fuß und Platz usw.“ ausbilden!

„Chilly & Pepper“ entwickeln sich hervorragend. Sie sind voller Leben und Temperament. Zurzeit sind sie gemeinsam auf Eidechsenjagd. Aber außer hier und da mal einen Eidechsenschwanz zu ergattern, haben sie noch keinen großen Erfolg zu verzeichnen. Sie haben aber dabei gelernt, dass man den Eidechsenschwanz nicht fressen kann. Der muss aber auch fürchterlich schmecken!
Heute Morgen, es hatte etwas geregnet, habe ich gesehen, wie „Chilly“ eine Weinbergschnecke beobachtet hat. „Chilly“ lag ganz flach auf dem Bauch und bewegte synchron zu den Bewegungen der Schnecke auch ihren Kopf. Das war ein Bild für die Götter!
„Chilly“ kann auch nicht all zu lange ohne die Anwesenheit meiner Frau sein. Schon nach ein paar Minuten geht sie dann auf die Suche und das ganz zielorientiert. Hat dann „Chilly“ meine Frau gefunden, ist die Freude ziemlich groß.
„Pepper“ ist da von anderer Natur. Er kann sich mit seinem Kauknochen oder seinem Ball oder einem Schuh allein über längere Zeit beschäftigen, ohne dass er uns vermisst.
Er hat aber jetzt gelernt, nicht mehr krabbelnd, sondern in einem Sprung auf die Couch zu kommen.
Dort thront er wie „The King“!
“Chilly“ die zurzeit weder auf die Couch krabbeln und erst recht noch nicht springen kann (sie ist offensichtlich noch zu klein), versucht mit allen Mitteln ihrer Angriffskunst, wie an die Couch springen und anbellen, den Burschen wieder runter zu bekommen. Nach einer geraumen Zeit gelingt es ihr dann auch. „Pepper“ springt dann mit einem Satz auf die arme, kleine „Chilly“ und das Raufen geht in die nächste Runde.

Ach ja, gestern haben wir eine Bodenplatte für eine kleine Unterstellmöglichkeit (Überwinterung) meiner Kakteensammlung betoniert. Natürlich kam es, wie es kommen musste. Kaum war diese Bodenblatte abgerieben und wir mit Werkzeug und Restmaterial abgezogen, schlichen sich die beiden Knautschgesichter unter Führung von Chow Lee wie die Indianer an und vollführten auf der frischen Bodenplatte den Kriegstanz der Shar Pei! Die zuvor glatt geriebene Bodenplatte sah danach interessant aus – Pfotenabdruck neben Pfotenabdruck -!
Zuerst einmal war Pfotenwaschen angesagt und dann nochmals abreiben der Bodenplatte. Insbesondere die beiden, „Chilly & Pepper“, haben sich wohl Beschäftigungsprogramme für uns ausgedacht. Ich kann Euch sagen, keine Minute ist langweilig. Immer ist was los.



Das war es wieder einmal für heute,
Euer Hanspeter mit seinen Knautschgesichtern.