Statistik Shar Pei Tierschutz Ibiza Galerien Aktuelles Gaestebuch Kontakt Kreative Grafiken
Music Music

Deutsch Englisch


MILBEN


Jeder Allergiker kennt das Schlagwort "Hausstaubmilben" und kann von der Atemnot und sonstigen Folgen dieser Parasiten "Milben" berichten. Aber nicht nur Hausstaubmilben richten großen Schaden beim Menschen an. Es gibt verschiedene Arten von diesen Schmarotzern, die so auch uns und unseren Hunden sowie anderen Haustieren das Leben schwer machen.

GRUNDSÄTZLICHES:
Zuerst sind immer die Parasiten zu vernichten, bevor man daran gehen kann, die Erscheinungen der Haut unserer Hunde, wie Juckreiz, Hautausschläge, Ekzeme, Haarausfall und Allergien gegen die vorhandenen Parasiten und deren Bisse, bzw. Stiche zu behandeln.

Milben sind Ektoparasiten, die ja nach Stärke des Befalls bei unseren Hunden schwere Hautirritationen auftreten lassen. Milben zählen wie die Zecken zu den Spinnentieren. Milben lösen ähnlich wie Flöhe bei dem befallenen Subjekt (Mensch, Hund, Katze usw.) heftigen Juckreiz aus.

Begleitet wird der Juckreiz sehr oft mit einer Schuppenbildung. Die meist mit bloßem Auge nicht erkennbaren Parasiten können durch den Tierarzt erst durch eine mikroskopische Untersuchung festgestellt werden. Durch permanentes Kratzen der Hunde entstehen sehr leicht und schnell Hautinfektionen, die oftmals einer sehr lagen und gründlichen Behandlung bedürfen.

mites
Am häufigsten wird der Hund von Ohrenmilben (Otodectes Cynotis) heimgesucht. Bei Ohrenmilben hat das Tier dicke schwarze Verkrustungen im äußeren Gehörgang. Dieser Befall führt dazu, dass der Hund ständig den Kopf heftig schüttelt und mit den Krallen in den Ohren kratzt. Es gibt Salben und Tropfen, die in den Gehörgang eingebracht werden können. Eine behutsame Säuberung des Gehörganges sollte täglich erfolgen. Der Tierarzt wird die Behandlung mit milbenwirksamen Präparaten nach erfolgter Diagnose verordnen.
Sarkoptes - Milben verursachen die Räude bei Hund, Katze und Mensch. Diese Krankheit ist hochgradig ansteckend und wird auch vom Hund bzw. der Katze auf den Mensch übertragen. Diese Krätzemilben ist nur 0,25 Millimeter groß und verursacht fürchterlichen Juckreiz; sie führt auch zur Abmagerung des Tieres. Beim Befall mit diese Parasiten bilden sich papelige Hauterscheinungen, die durch den Juckreiz von den Tieren aufgekratzt, sich zu starken eiternden Wunden ausbilden. Bei den vorgenannten Symptomen ist umgehend ein Tierarzt aufzusuchen, der nach Diagnose die notwendige milbenwirksame Behandlung einleitet.

Die Demodex - Milbe verursacht die Demodikose, die eine Schwächung des Immunsystems herbeiführt. Sie breitet sich nach Befall sehr schnell aus und verursacht Schuppenbildung, Hautrötungen und hornige Veränderungen der Hautoberschicht. Sollte der Tierarzt bei einer Hündin und deren Wurf Demodikose diagnostizieren, muss die Hündin aus der Zucht genommen werden, da die Abwehrschwäche für Demodex vererbt werden kann. Die langwierige Behandlung erfolgt nach ärztlicher Diagnose.

Die "Herbstgrasmilbe" (Trombicula autumnalis) befallen nur als Larven nicht nur Hunde sondern auch Menschen. Sie sind orangefarbig und mit dem bloßen Auge zu erkennen. Sie siedeln sich zwischen den Zehen, oberhalb der Augen, an und in den Ohren und in der Leistengegend an Sie verursachen starken Juckreiz einhergehend mit der Rötung der Haut. Die Behandlung erfolgt auch hier nach ärztlicher Diagnose durch milbenwirksame Waschungen, Sprays, Salben und andere Präparate.

Hanspeter Kobold
Ibiza, 2002