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Podenco -Ibicenco,
Ein Hund mit altägypthischer Vergangenheit?

Zum Wesen:

Der Podenco Ibicenco ist ein kräftiger und widerstandsfähiger Lauf- und Jagdhund, der im Vergleich mit anderen Rassen am ehesten einem Windhund nahe kommt. Er wird hier, auf den Balearen der Tradition entsprechen zur Jagd in der Meute auf Niederwild (Kaninchen und Rebhühner) eingesetzt. Auf dem Festland werden die Podencos auch zur Jagd auf Hasen eingesetzt. Eine Meute besteht aus 10 bis 20 Hündinnen.
Ausnahmsweise findet man auch schon einmal einen Rüden, aber auch nur einen in der Meute. Die Rüden haben eine Schulterhöhe von ca. 60 bis 70 cm; bei der Hündin ist sie zwischen 58 und 65 cm. Die begleitenden Jäger tragen keine Schusswaffen und sind einzig und allein auf das Geschick der jagenden Hündinnen angewiesen. Die Jagd läuft meistens in den sehr dicht mit Unterholz bewachsenen Hügeln der Insel ab. Die Hunde haben einen überaus feinen Geruchsinn und ein gutes Gehör. Sie bellen nur dann, wenn sie die Beute sehen. Sobald ein Mitglied der Meute ein Kaninchen anzeigt, orientiert sich die ganze Meute auf diese Beute, die sie flink hetzen und stellen.

Mit einem kurzen Griff fangen sie das Kaninchen, das danach bei ihrem Herrchen abgeliefert wird. Die Hündinnen sind nicht streitsüchtig und arbeiten als Team zusammen.
Floh hatte etwas Magisches an sich. Nicht immer wusste man, woran man mit ihr war. Im frühen Welpenalter hatte sie himmelblaue Augen, die sich so ab dem 6. Monat in eine helle Bernsteinfarbe änderten. "Floh" wurde sie genannt, weil sie, als sie zu uns kam, voller Flöhe und Zecken war. Sie wurde nicht zum Jagdhund ausgebildet und war gemeinsam mit meinen anderen Hunden, Boxer und Shar Pei, in unserer Familie integriert. Sie war eine treue und wachsame Gefährtin, die viele Zuwendungen benötigte, aber auch viele Zuneigungen zurück gab. Ihren Jagdeifer gab sie niemals auf und suchte unser Grundstück bei jeder Gelegenheit äußerst präzise nach Kaninchen und Igel ab. Sie hatte eine ausgeprägte Intelligenz, war misstrauisch gegen alles Fremde und sehr wachsam. Schlau war Sie, mit allen Wassern gewaschen, wenn es darum ging, flink einen Happen zu ergattern. Sie klaute wie ein Tagedieb trockenes Brot oder wie es ein paar Mal vorkam, mit zurückgezogenen Lefzen ein ganze Karbonade aus der siedend heißen Pfanne.

In ihrem Erscheinungsbild mit ihren Bewegungsabläufen glich sie dem einer eleganten Gazelle. Sie hatte sehr lange, trockene Beine, war gertenschlank. Ihrem sehr großen Bewegungsdrang musste man täglich nachkommen. Ihre großen Ohren stellte sie bei äußerster Aufmerksamkeit und innerer Aufregung senkrecht nach oben. War alles o. k. und nichts regte sie auf, dann wurden die Ohren einfach nach hinten gelegt.

Ibiza, 2002
Hanspeter Kobold