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FLÖHE


...allein der Gedanke an Flöhe, auch im Zusammenhang mit einem Flohzirkus, verursacht bei vielen Menschen wahre Juck-Events. Ich frage mich: Was verursachen dann erst Menschen-, Hunde- und, bzw. Katzenflöhe bei ihren Hauptwirten und/oder Nebenwirten? Juckreize, Juckreize und nochmals Juckreize sowie die große Gefahr der Krankheitsübertragungen. Sie alle richten Schaden an. Flohbisse rufen Entzündungen der Haut, z. B. die äußerst schmerzhafte Flohdermatitis hervor. Diese Parasiten, "Flöhe", können als Zwischenträger für Pest, Fleckfieber und Bandwürmer dienen, auch wird oftmals eine Flohstichallergie ausgelöst.

Um diese Parasiten wirksam bekämpfen zu können, müssen wir uns erst einmal mit den Arten, dem Habitus und der Lebensart der Flöhe allgemein näher beschäftigen.

Es gibt eine ganze Reihe unterschiedlicher Arten von Flöhen, weltweit sind es etwa 1.500. Ich möchte mich nur auf die nachfolgenden vier Arten konzentrieren.

Der Menschenfloh (pulex irritans) ist ca. 2 -4 mm groß und dunkelbraun bis schwarz gefärbt.
Hauptwirt: Mensch, Hund und Katze.

Der Hundefloh (ctenocephalidis canis) ist ca. 1,5 - 3,2 mm groß und braun bis rotbraun gefärbt.
Hauptwirt: Hund,
Nebenwirt: Gelegentlich Mensch, Zwischenträger für Bandwürmer.

Der Katzenfloh (ctenocephalides) ist ca. 1,5 - 2,7 mm groß und braun bis rotbraun gefärbt.
Hauptwirt: Katze,
Nebenwirt: Mit Vorliebe Mensch. 80% der Flohpopulation in Europa gehen auf den Katzenfloh zurück.

Der Rattenfloh (xenopsylla oheopsis) ist ca. 1,4 - 2,0 mm groß und braun bis rotbraun gefärbt. Im Unterschied zum Menschen-, Hunde- und Katzenfloh besitzen die Rattenflöhe keinen Stachelkamm am Kopf.
Hauptwirt: Ratte,
Nebenwirt: Mensch, Zwischenträger für die Pest und Fleckfieber.
Vorkommen in tropischen Ländern, wie Afrika, Asien und Amerika.

flea
Wie kommt nun unser Hund zu Flöhen?
· Von Mensch zum Hund !
· Von Hund zu Hund !
· Von Katze zu Hund !
· Von Igel zu Hund !
 
Die meisten Flöhe gelangen im Fell von Hund und Katze in den Wohnbereich von Menschen. Dort leben sie in der Nähe ihres Nebenwirts Mensch am Schlafplatz von Hunde und Katzen, in Bodenritzen, im Teppichboden, auf Polstermöbel, in Fugen und im Kehricht, auch in den Ruhestätten (Betten) der Tierbesitzer. Werden sie dort nicht zuverlässig (nachhaltig) ausgerottet, kommt es zu ständigen Neubefall. Dann hilft nur noch: "Fröhliches Kratzen"! Der Floh ist ein temporärer Parasit, da er den Wirt nur zur Blutmahlzeit aufsucht. Diese Plagegeister sind an ihre Lebensweise und ihre Wirte angepasst. Auffälliges Merkmal der Flöhe sind ihre starken Sprungbeine, mit denen sie bei Gefahr Sprünge bis zu 30 cm ausführen können (Flohzirkus). Ihr Körper ist aus hartem, bräunlichem Chitin. Ein Zerdrücken, beispielsweise mit dem Fingernagel, ist fast unmöglich. Flöhe leben ca. 18 Monate. In dieser Zeit legt das weibliche Tier einige hundert Eier ab, vorzugsweise an den Ruhestellen des Wirts. Aus den glatten, ovalen und grauweißen Eiern entwickeln sich innerhalb von 10 Tagen bei 18°C Umgebungstemperatur die behaarten, jedoch beinlosen Larven. Sie ernähren sich vom Kot der adulten Flöhe und vom organischen Kehricht. Zwei Wochen nach dem Schlupf verpuppen sich die Flohlarven. Das Puppenstadium dauert je nach Umgebungstemperatur von einer Woche bis zu mehreren Monaten. Der schlupffertige Floh wartet u. U. monatelang in seiner Puppenhülle bis sich ein Wirt ihm mit "großem Schritt" nähert. Die Erschütterungen des Bodens (Holzdiele) löst den Schlupf des Flohs aus seinem Konkon aus. Sie verursachen meist mehrere Stiche nebeneinander. Hier spricht man von der "Flohleiter".
 

PROPHILAKTISCHE GEGENMASSNAHMEN - FLOHBEKÄMPFUNG

Meine Hunde tragen ein Floh-/Zeckenhalsband.

Ich suche regelmäßig das Fell meiner Hunde nach Flöhen ab.

Die Ruhestätten meiner Hunde werden ebenfalls nach Flöhen, Floheiern und Flohexkrementen abgesucht.
TIP:
Befeuchtet man ein Fliespapier und gibt man die Verdachtssubstanz (Flohkot) darauf, so verfärbt sich das Fiespapier bei Flohkot rötlich (unverdautes Blut).

Die Ruhestätten der Hunde, Körbe, Kissen und Umgebung werden äußerst sauber gehalten. Staubsaugen und gründliche Feuchtreinigung ist tägliche Pflicht.

Bei Flohbefall des Hundes sollte man den Tierarzt aufsuchen. Eine genaue Artbestimmung ist notwendig. Der Arzt wird dann ein Präparat z. B. Tropflösung einsetzen. Der Tierarzt sollte eine Analyse des Hundekotes und bei Bandwurminfektion entsprechende Entwurmung durchführen.

Bei Flohbefall des Menschen ist eine gründliche Körperreinigung und eine desinfizierende Wäsche der Kleidung und der Textilien der Ruhestätten unbedingt durchzuführen. Außerdem sollten Flohbekämpfungsmittel, wie Puder oder Spray, erhältlich in Apotheken eingesetzt werden.

Bei Entzündungen der Stiche „Sofort einen Veterinär aufsuchen!“

Hanspeter Kobold
Ibiza, 2002